Wellness Hacks – #2 Upside Down

„Ich muss mal die Beine hochlegen“, den Spruch kennt bestimmt jeder von Oma. Wieso das eine unglaubliche Wellness-Weisheit ist?

Es ist noch keine 400 Jahre her, dass die Gravitation in einer mathematischen Gleichung beschrieben wurde. In unserem Alltag nehmen wir das Phänomen kaum bewusst wahr, es ist selbstverständlich. Alles wird irgendwie von der Erde angezogen, ist halt so. Auch unser Körper ist an die Gravitation angepasst. Wir bestehen ca. 60% aus Wasser. Ein Teil davon (ca. 25l) befindet sich in den Zellen, der andere Teil (ca. 15l) im Blutkreislauf und Zellzwischenräumen. Der Großteil des Blutvolumens befindet sich unter unserem Herz und muss durch den Körper und hoch in das Gehirn gepumpt werden. Die Gravitation merken wir spätestens, wenn wir lange stehen müssen und die Knöchel dick werden. Soweit die Theorie!

Hack: Drehe den Spieß um! Go upside down 🙂

1. Legs up the wall

Ja, richtig, Beine hochlegen tut ganzheitlich gut! Lege Dich dazu mit dem Gesäß an die Wand und strecke die Beine in Richtung Decke aus. Dann legst Du sie ganz bequem an die Wand ab und gibst Dein Gewicht an den Boden ab. Starte mit 2 Minuten und arbeite Dich hoch: 5, 10 bis 15 min. Integriere die Übung als Pause beim Arbeiten (im Home-Office) oder vor dem Schlafengehen. Wenn Du Dich beim Doom-Scrolling erwischst, lege dabei doch einfach die Beine hoch und Du lässt die Schwerkraft für Dich arbeiten.

2. Handstand (an der Wand)

Zugegeben, dafür braucht man etwas Kraft und Mut, aber es lohnt sich. Wenn Du Dich mit dem Gesicht zur Wand stellst, kannst du mit den Beinen hoch „kicken“ und wirst von der Wand abgebremst, sodass Du nicht umfallen kannst. Halte die Stellung solange es Dir möglich ist und Du wirst mit der Zeit immer länger upside down bleiben. Dein Gehirn wird hier, zusätzlich zur Legs-up-the-wall Variante, mit viel sauerstoffreichem Blut versorgt und erhöht Deinen Fokus. Vorsicht ist Geboten bei Menschen mit Augenkrankheiten und Bluthochdruck (durch den ‚unnatürlichen‘ Druck).

Geht natürlich auch als Kopfstand, aber bitte nur für geübte Akrobaten 🙂

3. Abhyanga

Durch Selbstmassage mit erwärmten Öl bringt man den Lymphfluss wieder in Gang, ganz abzusehen von allen anderen Vorteilen der ayurvedischen Massagetechnik.

Crashkurs Anleitung für Abhyanga:

  • Erwärme etwa 1/4 Becher Öl (Für Vata eignet sich Sesamöl sehr gut, für Pitta Kokosöl und für Kapha z.B. Distelöl). Ich nehme dazu eine Camping-Tasse, die ich auf dem Induktionsherd ebenfalls nutzen kann.
  • Lege Dir ein Handtuch bspw. im Bad unter, wo Du es schön warm hast.
  • Es wird empfohlen mit dem Kopf zu beginnen. Dazu Öl auf den Scheitel geben und in kreisenden Bewegungen für einige Minuten die gesamte Kopfhaut massieren. Das Gesicht wird ebenfalls traditionell massiert. Wer wie ich super empfindlich auf Öle reagiert lässt es aus. Ich starte immer mit den Füßen und arbeite mich hoch bis zum Hals. Ich streiche immer in Richtung Herzen. Den Bauch lohnt es sich auch etwas länger im Uhrzeigersinn kreisend zu massieren.
  • Lass das Öl nach der Massage einige Minuten einwirken. Danach kannst du ein Bad nehmen oder duschen. Versuche das Öl nicht mechanisch abzurubbeln. Es reicht aus wenn du sanft mit Wasser und ggf. mit Seife nachhilfst. Tupfe zum Schluss die Haut mit einem Handtuch ab ohne zu reiben.
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